Der Waldkauz

Der Waldkauz ist im europäischen Raum weit verbreitet. Im mittleren Europa ist der Waldkauz zusammen mit der Waldohreule die meist verbreiteste Eulenart. Er brütet meist in Höhlen, z. B. in Felshöhlen oder in Baumhöhlen. Er besiedelt Laubwälder und Mischwälder sehr gerne. Den Walkauz findet man auch in den Alpen auf fast 1800 HM. Der Bestand in Deutschland wird auf ungefähr 63000 Brutpaare geschätzt. Sein Bestand ist derzeit nicht gefährdet, wobei es auch Länder gibt, in denen der Waldkauzbestand abnimmt. Er ist ein Standvogel, dass bedeutet, dass er sein Revier auch im Winter nicht verlässt. Er nutzt sein Revier in den meisten Fällen ein Leben lang und verteidigt dies auch ganzjährig. Die Brutdauer beträgt bis zu 30 Tage. Ein junger Waldkauz wiegt bei der Geburt ca.30 Gramm. Nach ca.50 Tagen kann er für 40 bis 50 Metern seiner Mutter im Flug folgen. Nach 70 Tagen fliegen sie um ihr Revier herum und sitzen auf den benachbarten Bäumen. Die ersten 10 Tage nach der Geburt sind die Augen dieser Jungvögel noch geschlossen.  Zum Speiseplan dieser wunderschönen Eule gehören Mäuse, kleinere Eichhörnchen  und kleine Vögel. Er benötigt am Tag bis zu 70 Gramm. Er hat eine Körperlänge von bis zu 42 cm und ein Gewicht von 350 bis ca 600 Gramm. Die Weibchen sind in der Regel schwerer als die Männchen. Der Waldkauz besitzt keine Federohren wie die Waldohreule. Der Flug des Waldkauzes ist fast lautlos. Er hat eine Flügelspannweite von bis zu 1 Meter. ACHTUNG!! Der Waldkauz verteidigt seine Nisthöhle rigoros. Dabei kann es auch sein, dass er Menschen angreift  wenn diese den Jungvögeln zu nahe kommen. Dabei kann es zu Fleischwunden kommen im Kopf- und Schulterbereich. Ein britischer Fotograf wurde so scharf angegriffen, weil er zu nahe an den Jungvögeln sich aufhielt, sodass er ein Auge verlor.